Ökumenische Veranstaltungsreihe 2019

Dienstag, 29. Januar
19.30 Uhr, Ev. Andreasgemeinde/Saal, Kirchhainer Str. 2
Meiner Seele Schatz und Wonne – Leib und Gegenwart in der Musik – Vortrag und Gespräch
Michael Graf Münster, Chordirektor Kantorei St. Katharinen, Frankfurt

Der Gottesdienst ist ein „Gesamtkunstwerk“, in dem unterschiedliche Elemente zusammenwirken und bei Menschen Sinne, Verstand und Gefühle berühren – idealerweise in einer guten Balance. Religionsphilosophische wie gestalttheoretische Gründe sprechen dafür, die Gesamtgestalt des Gottesdienstes als Ereignis der Gegenwart des Göttlichen in Jesus Christus aufzufassen, sagt Michael Graf Münster. In seinem Vortrag geht der Leiter der Kantorei in St. Katharinen dem „Ereignis Gottesdienst“ auf den Grund und beleuchtet die herausragende Rolle von Musik und Gesang: Für diese Gesamtgestalt kommt der Erlebnisweise des Gemeindegesanges wesentliche Bedeutung zu. Die Musik ist nicht die Vergegenwärtigung des Göttlichen. Sie kann allerdings ein Vorgefühl stiften, durch das hindurch das Gefühl der Gegenwart des Göttlichen zugänglich wird. Ein Vortrag, der es in sich hat! Im ersten Teil geht es philosophisch und phänomenologisch um Leib und Gegenwart allgemein und im zweiten Teil um Musik und die Gegenwart Gottes im Gottesdienst. Vielleicht keine leichte Kost, aber eine, die sich lohnt – „gewürzt“ mit kleinen, gemeinsam gesungenen Experimenten.

Mittwoch, 6. Februar
19.00 Uhr, Kath. St. Franziskusgemeinde / Gemeindehaus Sankt Josef, Rhaban-Fröhlich Str. 18
Alte Lieder im neuen Gewand – aus der Werkstatt „Neues geistliches Lied“
Joachim Raabe, Kirchenmusiker und Komponist

Anschließend um 21.00 Uhr ökumenisches Abendlob in der Josefskirche

Joachim (Joe) Raabe gilt als einer der profiliertesten Komponisten neuer geistlicher Lieder aus dem Raum Frankfurt. Bis 2013 war er Geschäftsführer des Arbeitskreises Kirchenmusik und Jugendseelsorge im Bistum Limburg, und dann Mitarbeiter im Referat für Kirchenmusik des Bistums mit dem Schwerpunkt Einführung des Neuen Gotteslobs in den Gemeinden. Er initiierte die erste Bandleaderausbildung eines katholischen Bistums in Deutschland und ist derzeit als Lehrer für Musik und Ethik am Johanneum Gymnasium in Herborn tätig. Joachim Raabe wird einen Überblick über den Bestand neuer geistlicher Lieder von den ersten Anfängen 1962 („Danke für diesen guten Morgen“) bis zum Neuen Gotteslob und darüber hinaus geben, begleitet von viel Singen und Musizieren.

Wie entsteht eigentlich ein neues Lied? Was ist zuerst da, der Text oder die Melodie? Der Komponist Joachim Raabe wird sich ein wenig „über die Schulter schauen lassen“.

Freitag, 15. Februar
19.00 Uhr, Ev. Emmausgemeinde/Gemeindehaus, Alt Eschersheim 22
Ökumenische Lieder als Weggemeinschaft der Kirchen – Vortrag mit viel Singen
Prof. Matthias Kreuels, Aachen

Anschließend um 21.00 Uhr ökumenisches Abendlob in der Emmauskirche

„Lasst in eurer Mitte Psalmen, Hymnen und Lieder erklingen, wie der Geist sie eingibt. Singt und jubelt aus vollem Herzen zum Lob des Herrn” (Eph 5,19; Einheitsübersetzung)

Lieder, Musik – aus dem Gottesdienst nicht wegzudenken. Auch die Gesangbücher nicht: In der Zeit der Reformation wurden sie „erfunden“ und werden seitdem immer wieder neu zusammengestellt, gedruckt, benutzt. Wie entsteht ein Gesangbuch? Professor Matthias Kreuels, der über viele Jahre am Neuen Gotteslob 2013 mitgearbeitet hat, wird dieser Frage nachgehen: Welche Schätze enthält es? Wie sah (und sieht) die ökumenische Zusammenarbeit aus? Was sind „Ö-Lieder“? Warum steht das „Ö“ manchmal in Klammern? Und auch von Geschichten am Rande wird Kreuels erzählen. Gibt es das: Typisch katholisch – typisch evangelisch? Das Phänomen Taizé. Was eint die Kirchenmusik und was trennt sie? An diesem Abend wird auf diese Fragen eingegangen – und vor allem werden wir viel konfessionsverbindend singen! Professor Matthias Kreuels wurde 1987 Diözesankirchenmusikdirektor der Erzdiözese Freiburg, leitete von 2000 bis 2007 als Rektor die Katholische Hochschule für Kirchenmusik in Aachen und übernahm von 2006 bis 2015 das Referat Kirchenmusik im Deutschen Liturgischen Institut Trier.

Sonntag, 24. Februar
18.00 Uhr, Ev. Andreaskirche
Taizé-Gottesdienst mit der Andreaskantorei und Instrumentalisten
Pfarrerin Sabine Fröhlich und Mitglieder des Ökumenischen Arbeitskreises
Leitung: Kantorin Andrea Berkler